Unser Name

Wie kamen wir zu dem Namen „Bleibergquelle“? Aus der Chronik

Wahrscheinlich seit dem 16. Jahrhundert bestand oberhalb unseres Geländes eine Bleizeche. Es wurden Bleierze abgebaut und verarbeitet, die in der hier bestehenden besonderen Gesteinsformation vorkommen. Offenbar wurde unsere Gegend erst zu dieser Zeit erschlossen und das Blei entdeckt. Ein bestehender Sumpf - wahrscheinlich dort, wo sich jetzt der obere Teich befindet - wurde zur Bleiwäsche genutzt. Sowohl die alte Landschafts-bezeichnung "Krankendell" als auch der heute noch so genannte "Waschenberg" weisen auf diese Verwendung unseres Geländes hin.

1772 soll das Bergwerk stillgelegt worden sein. Langenberger Kaufleute unter Leitung von Friedrich Harkorts nahmen 1844 den Bleiabbau wieder auf. Die Erzgewinnung erreichte in den 1880-er Jahren seine letzte Blüte infolge der Hochkonjunktur auf dem Blei-Zink-Markt, allerdings nur bis zum Jahre 1901. Die Bleizeche wurde dann als Wohnhaus genutzt und brannte 1924 ab.

Baumeister Heinrich Wassermann baute dann das Gelände der Bleiwäsche unter großem Aufwand zu einem Kurgelände um. Neu entstanden auch die beiden Teiche in der heutigen Form. 

Mutterhaus bis 1940 als "Kur"-Betrieb
Bleibergquelle bis 1940 als Kur-Betrieb
Unser Mutterhaus war das ursprüngliche Kurhaus. Auch der Name "Bleibergquelle" stammt vom Erbauer, der allerdings zunächst ein reiner Phantasiename war, da niemand von einer Quelle wusste. Das Wasser der damaligen "Quelle" stammte aus dem Ausgang des alten Stollens und war der Abfluss des Zechenwassers.
Erst beim Aushub für Haus Bergesruh ist eine Quelle entdeckt worden. Das heute in die Teiche fließende Wasser ist gemäß vorgenommener Messungen frei von irgendwelchen Bleirückständen. Der kostspielige "Kur"-Betrieb rentierte sich offenbar auf Dauer nicht und wurde 1940 aufgegeben.
Die Bleibergquelle um 1945 unter dem Namen "Neuvandsburg-West"
Die Bleibergquelle um 1945
1942 übernahm die DAF (Deutsche Arbeiterfront) das Gelände und wandelte es zu einem Erholungsheim für Arbeiter der Rüstungsindustrie um.
Nach der Verwahrlosung des Geländes durch die Wirren des Kriegsendes konnten die im Westen arbeitenden Schwestern aus Elbingerode im November 1945 die Bleibergquelle als ihr Mutterhaus "Neuvandsburg-West" übernehmen.

Als am 9. November 1989 die Mauer fiel und die Teilung Deutschlands ihr Ende fand, änderten wir unseren Namen in "Bleibergquelle" um. So gab es keine Verwechslung mit unserem Stamm-Mutterhaus "Neuvandsburg" in Elbingerode.

Quelle: Aus den Aufzeichnungen von Diakonisse Hannelore Schulz "Geschichte der Bleibergquelle und ihrer Umgebung" und ehemaligen Zeitungsnotizen.

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